Search Engine Advertising (SEA)

    Aus SEO-Lexikon

    Search Engine Advertising steht für das Schalten von Werbung in Suchmaschinen. Die eigentliche Werbung ist kontextsensitiv, d.h. Anzeigen werden nur eingeblendet, wenn Benutzer der Suchmaschine ganz bestimmte Suchbegriffe eingeben. Hierdurch öffnet sich die Möglichkeit, die Zielgruppe genau anzusprechen.

    In der Praxis wird SEA auch häufig als SEM bezeichnet, wobei streng genommen eine Verwechslung vorliegt. SEM steht für Search Engine Marketing und ist somit sehr viel weiter gefasst, da es nicht nur den SEA Bereich, sondern auch den SEO Bereich abdeckt.

    Funktionsweise

    Werbetreibende legen Keywords fest, zu denen Anzeigen eingeblendet werden sollen. Entscheidend ist eine gezielte Auswahl der Begriffe, damit Anzeigen möglichst nur Nutzern gezeigt werden, die zur Zielgruppe gehören. Andernfalls können hohe Streuverluste entstehen, die wiederum den Return on Investment einzelner Kampagnen deutlich verringern.

    Die Kosten werden bei Suchmaschinenanbietern wie Google und Yahoo stets klickbasiert abgerechnet, d.h. pro Klick wird ein bestimmter Betrag fällig. Für den einzelnen Klick lässt sich ein Maximalbetrag definieren und ergänzend können auch Tagesbudgets festgelegt werden, um so ein Maximum an Kostensicherheit zu gewährleisten.

    Das SEA Programm von Google wird Adwords genannt. Dort ist es möglich, die Veröffentlichung der Anzeigen auszuweiten. Diese erscheinen dann nicht nur in der Suchmaschine, sondern im Bedarfsfall auch auf themenrelevanten Webseiten.

    Besonderheiten

    SEA ist eine reizvolle Alternative zur Suchmaschinenoptimierung, insbesondere in der Anfangszeit nach erfolgtem Start eines Webprojekts. Während es bei SEO Maßnahmen oft mehrere Wochen lang dauert, bis diese greifen und akzeptable Traffic Volumina generieren, greift SEA ab dem ersten Tag.

    Die Schaltung von Anzeigen in Suchmaschinen kann sowohl preiswert als auch kostspielig sein. Welche Kosten entstehen, hängt maßgeblich davon ab, wie viele Wettbewerber es gibt und in welchem Themengebiet sich ein Werbetreibender bewegt. Im Long Tail Umfeld lassen sich Begriffe oft für einstellige Cent-Beträge buchen, während manche Short Head Keywords mehrere Euro pro Klick kosten können.

    Eine effiziente SEA Strategie umfasst das Analysieren von Traffic, was in Verbindung mit ergänzenden Tools möglich ist. Insbesondere Google Analytics gestattet es, Adwords Traffic gezielt auszuwerten, vor allem mit UTM Links gearbeitet wird.

    Als Werbemittel dienen vornehmlich kurze Textanzeigen, deren Inhalte die Werbetreibenden selbst verfassen. Bei Google besteht jedoch die Möglichkeit, spezielle Features zu nutzen und beispielsweise Bilder zu integrieren oder auch Werbemittel zu erzeugen, die eine Postleitzahlen-Berücksichtigung enthalten.