Search Engine Optimization (SEO)

    Aus SEO-Lexikon

    Search Engine Optimization (deutsch: Suchmaschinenoptimierung) steht für die Ergreifung gezielter Maßnahmen, die eine bessere Listung einer Domain sowie ihrer Unterseiten in den Ergebnisseiten (SERPs) von Suchmaschinen versprechen. Ziel ist es, zu ausgewählten Suchbegriffen (Keywords) möglichst gut ranken und im Idealfall den ersten Rang zu belegen.

    SEO Maßnahmen

    Grob lassen sich die einzelnen Maßnahmen in zwei Kategorien unterteilen, nämlich in Onpage und Offpage Maßnahmen. Die Onpage Optimierung dreht sich rund um die Analyse und Modifizierung der eigentlichen Website. Ein wesentlicher Bestandteil ist die Keyword Recherche, in deren Rahmen bestimmt wird, zu welchen Keywords (Short Head und Long Tail Keywords) die Domain ranken soll. Ebenso umfasst sie eine Untersuchung mit ggf. nachfolgender Anpassung der internen Link Popularity. Eine ebenfalls oft ergriffene Maßnahme ist das Modifizieren des Content Management Systems, um beispielsweise ein besseres Crawlen der Domain zu ermöglichen oder die Entstehung von Duplicate Content zu vermeiden. Außerdem erfreut sich die Schaffung von Inhalten, die im Rahmen der Universal Search ranken (z.B. News-Beiträge oder Videos) einer steigenden Beliebtheit.

    Die Offpage Optimierung befasst sich wiederum mit Maßnahmen, welche die Domain nicht direkt betreffen. Im Wesentlichen geht es um das Linkbuilding, dessen Ziel es ist, Backlinks zu generieren. Solche Links stammen von externen Domains und verweisen auf die Projekt-Domain, beispielsweise in Form eines Deep Links. Die wesentliche Herausforderung beim Linkbuilding besteht darin, hochwertige Links zu finden, geeignete Linktexte zu verwenden und ggf. das Mittel der Co-Citation einzusetzen, um gekaufte Links zu tarnen.

    Ablauf

    Am Anfang einer jeden Optimierung steht die Analyse. Sofern noch keine Maßnahmen ergriffen wurden, wird so gut wie immer mit der Onpage Optimierung begonnen. Gleichzeitig oder im Anschluss wird mit dem Linkbuilding gestartet. Das Linkbuilding wird oft dauerhaft betrieben, um größtmögliche Erfolge (hohe und nachhaltige Rankings) zu erzielen. Begleitend werden ausgewählte SEO Tools eingesetzt, um die Auswirkungen der Maßnahmen festzustellen und beispielsweise auch monatliche Reporte zu erstellen.

    Einige Unternehmen führen ihre Suchmaschinenoptimierung selbst durch. In Anbetracht der Komplexität und des daher erforderlichen Fachwissens sowie des außerdem benötigten Zugriffs auf weitere Ressourcen (z.B. Tools), lassen sich viele Seitenbetreiber von SEO Agenturen unterstützen.

    Tools zur Suchmaschinenoptimierung

    Mehrere Tools, die Unterstützung bei SEO Arbeiten leisten, werden direkt von Google zur Verfügung gestellt. Eines der wichtigsten Tools ist Google Analytics, da es ausführliche Analysen des Traffics ermöglicht. Ebenso arbeiten viele Optimierer mit den Google Webmaster Tools, die Backlink-Daten liefern und der direkten Kommunikation mit Google dienen.

    Am Markt werden ergänzende Tools angeboten, die noch ausführlichere Daten als die Google Dienste liefern und in bestimmten Disziplinen als sehr leistungsstark gelten. Es kann zwischen drei Disziplinen unterschieden werden:

    • Rankings überprüfen: Das Tool prüft automatisiert, wie es um die Rankings zu den relevanten Keywords bestellt ist und wie sich diese verändert haben. Reportingfunktionen sind meist integriert. Beliebte Tools sind die Search Metrics Suite und die Sistrix Toolbox.
    • Linkanalyse: Ziel der Linkanalyse ist die Ermittlung von Domains, die als potentielle Linkgeber dienen. Zudem wird sie eingesetzt, um schädliche Links aufzuspüren. Tools wie Majestic SEO oder die Link Research Tools gelten als sehr leistungsstark.
    • Linkbuilding: Ergänzende Linkbuilding Tools leisten nicht nur Unterstützung bei der Suche nach Links, sondern enthalten außerdem Customer Relationship Module (CRM), um bestimmte Aufgaben, wie beispielsweise die Verwaltung von Linkpartnern, zu erleichtern. Hier sind besonders Tools wie Linkbird und Linkbutler verbreitet.

    Ethik

    Google und auch andere Suchmaschinenbetreiber haben Richtlinien definiert, an die sich Seitenbetreiber zu halten haben. Erfolgt ein Verstoß gegen diese Richtlinien, kann dies Abstrafungen zur Folge haben, die sich in Form von Rankingverschlechterungen oder im schlimmsten Fall sogar in Form eines Delistings offenbaren.

    Wird ausschließlich unter Einhaltung der Suchmaschinenrichtlinien optimiert, so bezeichnet man dies als White Hat SEO. Es gibt allerdings auch Suchmaschinenoptimierer, die sich zu den so genannten Black Hat SEOs zählen. Bei dieser Form der Optimierung wird bewusst mit Manipulationen gearbeitet, um sich Wettbewerbsvorteile zu verschaffen. Ein typisches Mittel ist zum Beispiel das Arbeiten mit einem Content-Spinner, um Textinhalte preiswert zu produzieren. Der Kauf von Links, der innerhalb der Branche als verbreitet gilt, widerspricht übrigens auch den Google Richtlinien.