Social Signals

    Aus SEO-Lexikon

    Social Signals sind Daten, die zur Auswertung von Reaktionen aus dem Social Media Umfeld herangezogen werden. Suchmaschinen können diese Daten ermitteln und unter anderem im Rahmen der Rankingermittlung berücksichtigen.

    Funktionsweise

    Im ersten Schritt ist es erforderlich, die Grunddaten zu gewinnen. Je nach Quelle kann dies für Suchmaschinen eine große Herausforderung sein. Eines besten Beispiele sind Facebook Likes, die zu den bedeutendsten Social Signals zählen. Google befindet sich nicht in der Lage, sämtliche Likes sich zu erfassen, weil Facebook ein direkter Konkurrent ist und somit kein vollständiger Datenzugriff besteht. Ähnlich verhält es sich auch mit Daten, wie sie beispielsweise von Twitter stammen.

    Andererseits befindet sich Google in der Lage, bestimmte Social Signals vollständig zu erfassen und auszuwerten. Dies trifft für Daten zu, die auf hauseigenen Plattformen erzeugt werden. Von größter Bedeutung sind Google Plus und YouTube.

    Bedeutung der Social Signals

    Über die Bedeutung der Social Signals wird unter SEOs immer noch gestritten – zumindest um die Einstufung hinsichtlich der gebotenen Wirksamkeit. Mittlerweile gibt es genügend Untersuchungen, die Auswirkungen von Social Signals auf Rankings belegen. Eines der größte Probleme beim Auswerten entsprechender Daten ist das Zusammenspiel einzelner Rankingfaktoren. Wenn ein Beitrag zum Beispiel besonders viele Facebook Likes generiert, verfügt er meist auch über viele Backlinks, wodurch sich nur schwer feststellen lässt, wie groß der Einfluss einzelner Faktoren ist.

    Gründe, die eine Berücksichtigung der Social Signals für Suchmaschinen so interessant machen, gibt es gleich mehrere. Da wäre vor allem die Tatsache, Feedback von Nutzern berücksichtigen zu können. Außerdem werden Suchergebnisse durch Linkbuilding intensiv beeinflusst. Durch die stärkere Gewichtung der Social Signals ist es möglich, die Bedeutung und somit auch Wirkung von Backlinks zu reduzieren.

    Allerdings gibt es auch Argumente, die gegen die Berücksichtigung der Signale sprechen. Eine der größten Schwächen ist ihre Manipulierbarkeit. Google und Co. können entsprechende Daten nur heranziehen, wenn sie genau wissen, dass keine Manipulation stattgefunden hat. == Optimierung mit Social Signals ==

    Der erste Schritt einer Suchmaschinenoptimierung mit Social Signals besteht darin, die technischen Voraussetzungen zu schaffen. Es muss die Möglichkeit bestehen, Inhalte zu teilen oder auch zu kommentieren. Im zweiten Schritt folgt die Verbreitung, indem beispielsweise eigene Social Media Profile herangezogen werden, um für Reichweite via Google Plus und Facebook zu sorgen.

    Im Idealfall werden Beiträge besonders oft und vor allem sehr schnell geteilt. Insbesondere bei YouTube ist diesbezüglich eine starke Wirkung festzustellen: Derartige Reaktionen führen zu guten Rankings.

    Auch Kommentare sind in ihrer Bedeutung nicht zu unterschätzen. Suchmaschinen haben sich Technologien patentieren lassen, in deren Rahmen sie Kommentare analysieren und somit feststellen können, ob Beiträge von Nutzern positiv oder eher negativ bewertet werden. Positive Reaktionen können Rankings verbessern, während negative Reaktionen gegebenenfalls das Gegenteil zur Folge haben.